Montag, 15. September 2008

Und wieder ein Missverständnis

Das mit der Mega-Flatrate fürs Handy klang zwar recht gut - aber selbst Indien ist dann doch nicht so billig. Die 1000 Rupien waren der Betrag, den ich abtelefonieren konnte. Aber die reichten immerhin für 2 oder 3 Stunden Ferngespräche. Keine schlechte Leistung. Werde das Handy jetzt wieder aufladen, es aber etwas sparsamer einsetzen. Dafür gibt es schließlich noch Skype.

Am Wochenende war ich übrigens ein paar Stunden unterwegs, um den Urlaub mit meiner Mutter zu buchen. Das ist hier so unendlich kompliziert, das gibt es gar nicht! Man muss 1000 Formulare ausfüllen und Kopien von Pass und Kreditkarte anfertigen. Und wehe, irgend etwas ist nicht 100 prozentig korrekt - dann darf man wieder von vorne anfangen. Dabei habe ich schon ein Reisebüro beauftragt, damit es leichter geht. Aber so wie es aussieht, haben wir tatsächlich die letzten freien Karten für die erste Klasse im Zug bekommen. Drei waren nur noch frei. Wenn die weg gewesen wären, dann hätten wir die Zugfahrt vergessen können. Dritte Klasse soll nicht wirklich angenehm sein bei einer längeren Reise.

Freitag, 12. September 2008

So banal, so genial

Komisch, wie lange man im Ausland manchmal braucht, um hinter die banalsten Dinge zu kommen. So suche ich von Anfang an nach einer Gelegenheit, günstig nach Deutschland zu telefonieren. Bisher habe ich mich auf Skype konzentriert. Das ist auch extrem günstig, aber die Vebrindung ist dafür leider oft schlecht. Und manchmal kommt sie seitens Indien gar nicht zustanden. Festnetz geht nicht, da ich nicht dauerhaft in Indien lebe. Und Handy ist zu teuer. Dachte ich.

Gut, ich hätte mich schlau machen können. Dann hätte ich nämlich herausgefunden, dass man für 1.000 Rupien (ca. 15 Euro) eine Flat bekommt, mit der man sogar nach Deutschland stundenlange Gespräche führen kann. Okay, die Verbindung ist in meiner Wohnung nicht optimal. Aber jetzt habe ich wenigstens eine echte Alternative, wenn das Internet versagt.

Außerdem habe ich einen Weg gefunden, mit dem penetranten Hupen umzugehen: Ein MP3-Player. Einfach nette Relax-Musik einschalten und schon sind das nervige Hupen und das lärmende Rikscha-Geknattere nur noch dezente Hintergrund-Geräusche. Komisch, dass ich das noch nicht vorher genutzt habe. Ich habe schließlich soviele CDs mitgenommen, dass ich jeden Morgen ein andere Programm hören könnte.

Donnerstag, 11. September 2008

Bilder von Ausflügen und Festen

september_ganeshIch habe zwei neue Bildergalerien eingestellt: von meinen Ausflügen mit Birgit und dem Ganesh Festival. Die Reihenfolge bei dem Ausflug mit Birgit ist rückwärts: Die ersten Bilder zeigen die - zugegebenermaßen sehr idyllischen - Bilder von unserem Chaostrip letzten Samstag. Das scheußliche Paghar wollten wir nicht fotografieren. Nach dem recht kleinen Tempel in dem kleinen Dorf kommt der schöne Hauptbahnhof von Mumbai, die Victoria Stations, danach folgen Bilder von Elephanta Island und Chowpatty Beach. Das Ganesh Festival habe ich übrigens als eigenen Ordner angelegt, weil ich mir morgen mit Karin das Finale anschaue und sicher noch mehr Bilder einstelle. Ich hoffe, das lohnt sich!

Sonntag, 7. September 2008

Chaos, Enttäuschung und unerwartete Idylle

birgit-heike_kleinEs war viel los in den letzten Tagen (im Job und privat), daher kommt jetzt ein Sammelbericht. Die Tage mit Birgit sind sehr schön, sie ist tagsüber in der Stadt unterwegs und abends gehen wir meist essen oder lassen uns etwas liefern. Am Mittwoch hatte ich frei wegen des Ganesh Festivals. „Prima“, dachten wir, „das sehen wir uns an“. Allerdings wussten wir nicht, dass der Akt mit den Idolen nur am Morgen stattfindet. Wir dachten, das geht den ganzen Tag. Also haben wir uns ganz umsonst in unsere Salwaar Kameez geschmissen. Aber wenigstens sahen wir klasse aus.

Am – fast menschenleeren – Chowpatty Beach sind wir trotzdem herumgeschlendert. Dann ging es weiter zum Gateway of India und von dort nach Elephanta Island. Die (sehr schöne) Schifffahrt dauert eine Stunde und man findet hier viel Grün, etwas Ruhe, die unvermeidlichen Marktstände und kleine Höhlen. Nach Ellora und Ajanta sind die sehr bescheiden, aber die Idylle auf Elephanta ist ein kleiner Urlaub von Mumbai, den ich sehr genossen habe.

Bild-144Was man von unserem Wochenend-Trip nicht behaupten konnte. Wir wollten eigentlich nach Bordi, circa 4 bis fünf Stunden von Mumbai entfernt. Da fahren– was beileibe keine Selbstverständlichkeit in Indien ist – Züge hin. Aber es war unmöglich, Karten zu erhalten. Der Mann am Schalter hat uns nicht verstanden und online buchen ging aus irgendwelchen Gründen nicht. Stattdessen sind wir nach Palgahr gefahren, was in einem indischen Reiseführer empfohlen wurde. Schon der erste empfohlene Ort, wo wir einen Abstecher gemacht haben, war aber eine Katastrophe. Mickrig, dreckig und es gab nur einen ebensolchen Tempel. Na gut, kann mal passieren. Dummerweise war Palghar, wo wir eine Nacht bleiben wollten, genauso furchtbar. Die arme Birgit war reichlich entsetzt.

Also haben wir Ram, meinen Fahrer, nach Bordi geschickt, worüber er nicht gerade begeistert war. Schließlich musste er noch einmal zwei bis drei Stunden fahren, weil die doofen Deutschen nicht wissen, was sie wollen. In Bordi angekommen, teilte Ram uns mit, dass er uns am nächsten Tag nicht abholen kann. Im Hotel sprach kein Mensch englisch, daher konnte uns keiner helfen. Und als absolute Krönung war der Strand lehmig, nass und schmutzig. Das Ende vom Lied war, dass wir wieder zurück nach Bombay gefahren sind. Müde und extrem genervt von circa zehn Stunden Autofahrt.

ganesh_festivalDa Ram am nächsten Tag keine Zeit hatte, sind wir am Sonntag für knapp 80 Rupien (etwas über einen Euro) mit der Rikscha zum Juhu Beach gefahren. Der Strand ist zwar voll, aber er hat Sand. Zum Glück schluckt das Wasser aber viele Geräusche. Außerdem haben wir hier endlich gesehen, wie die Idole zum Ganesh Festival ins Wasser getragen und dort versenkt werden. Das ist irre. Vor alle, weil die ganze Stadt dabei in Feierstimmung ist. In Heerscharen eilen sie ans Meer, wobei sie singen und Weihrauch schwenken und manchmal auch tanzen. Eine Stadt im Ausnahmezustand. Irgendwie ist es eine Art indischer Karneval – selbst kleine Umzüge gab es. Die Bilder schiebe ich noch nach.

Im Land der Maharadschas

6 Monate in Mumbai

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